
Foto: Bergwaldprojekt e.V
Wonach wir handeln
Wie wir Wald denken
Sozialökologische Waldbewirtschaftung. Weil wir funktionierende Waldökosysteme brauchen.
Wie wir den Wald verstehen, bestimmt, wie wir mit ihm umgehen. Dabei verbinden wir ökologische Erkenntnisse mit gesellschaftlicher Verantwortung. Diese Haltung gibt uns Orientierung für die praktische Arbeit in der Wald-Allianz.
Doch was macht unser sozialökologisches Waldverständnis aus?
Der Wald ist mehr als die Summe seiner Teile.
Wälder sind komplexe Ökosysteme. Unzählige Lebewesen und natürliche Prozesse wirken zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Zugleich sind Wälder eng mit ihrer Umwelt und unserer Gesellschaft verflochten. Was wir im Wald tun, wirkt weit über ihn hinaus – und umgekehrt.

Foto: Knut Sturm

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Der Wald hat seine eigenen Kräfte.
Seit Millionen von Jahren organisieren, erneuern und regulieren sich Wälder selbst – lange bevor Menschen anfingen, sie zu beeinflussen. Diese natürlichen Prozesse bilden die Grundlage funktionierender Waldökosysteme. Sie brauchen Zeit und Raum. Deshalb wollen wir sie auch dort möglichst wenig stören, wo wir den Wald bewirtschaften.
Wie naturnah ein Wald ist, erkennen wir nicht allein an seinen Baumarten oder seinem Aussehen. Entscheidend ist, wie gut seine natürlichen Prozesse funktionieren.
Wir sind Teil der Natur.
Wir Menschen prägen Wälder und nutzen ihre Ressourcen. Zugleich sind wir auf sie angewiesen. Deshalb gehören für uns das Wohl der Wälder, wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliche Gerechtigkeit zusammen.
Nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Wir müssen unsere Ansprüche an den Wald hinterfragen und seine natürlichen Grenzen achten. Wie viel Holz brauchen wir? Welche Eingriffe sind wirklich nötig? Und wie können wir Wälder so nutzen, dass sie auch kommenden Generationen eine Lebensgrundlage bieten?
Die Antworten finden wir nicht allein im Wald. Wie wir mit ihm umgehen, hängt auch davon ab, wie wir als Gesellschaft leben und wirtschaften. Deshalb kommt es darauf an, dass wir Ressourcen bewusst und maßvoll nutzen.

Foto: Knut Sturm

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Wir wissen nicht alles. Und lernen weiter.
Wälder sind zu komplex, um ihre Entwicklung vollständig zu verstehen oder zu steuern. Wir können nicht alle Folgen unseres Handelns vorhersehen. Deshalb beobachten wir genau, hinterfragen unsere Annahmen und passen unser Handeln an neue Erkenntnisse an.
Dabei lernen wir voneinander und vom Wald. Besonders wichtig sind Wälder, die sich ohne menschliche Eingriffe entwickeln. Sie zeigen uns, wie natürliche Prozesse wirken. Auch Zweifel und Fehler helfen uns weiter, wenn wir offen mit ihnen umgehen.
Unsere zehn Prinzipien
Als Wald-Allianz haben wir die sozialökologische Waldbewirtschaftung in zehn Prinzipien beschrieben. Sie verbinden die Perspektiven aus Wissenschaft, Waldpraxis und Zivilgesellschaft. Als gemeinsames Leitbild sind sie die Grundlage unseres Handelns.
→ Unsere zehn Prinzipien kennenlernen (Kurzfassung)
→ Die zehn Prinzipien mit ausführlichen Erläuterungen lesen (Langfassung)

Foto: Knut Sturm
